Digitalen Staat und moderne Verwal­­tung in Bund und Ländern aus­bauen (2): Bereit­stellung eines Bundes­portals als Digitalisierungs­plattform des Bundes und eines Nutzer­kontos Bund; Aufbau eines sicheren Portal­verbundes zwischen Bund, Ländern und Kom­munen

Digitalen Staat und moderne Verwal­­tung in Bund und Ländern aus­bauen (2): Bereit­stellung eines Bundes­portals als Digitalisierungs­plattform des Bundes und eines Nutzer­kontos Bund; Aufbau eines sicheren Portal­verbundes zwischen Bund, Ländern und Kom­munen

Ein Vorhaben des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Stand:

Im August 2017 ist das Onlinezugangsgesetz in Kraft getreten. Es verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen in Deutschland über Verwaltungsportale digital anzubieten und über einen Portalverbund zu verknüpfen.

Der Portalverbund verfolgt u. a. das Ziel, die Infrastruk-tur und die Basisdienste für alle digitalen Verwaltungsleistungen flächendeckend bereitzustellen.

Die Digitalisierung der Leistungen selbst erfolgt in einem separaten Projekt, dem Digitalisierungs-programm. Beide Projekte arbeiten in enger Abstimmung.

Das Verwaltungsportal des Bundes („Bundesportal“) soll in Ergänzung zu den bereits bestehenden Fachportalen von Bundesbehörden einen zentralen, sicheren und schnellen Zugang zu allen Verwaltungsleistungen des Bundes und – über den Portalverbund – zu den Verwaltungsleistungen von Ländern und Kommunen ermöglichen. Die Länder sollen ebenfalls zentrale Verwaltungsportale bereitstellen und die Fach- und Kommunalportale ihres Landes anbinden.

Für die sichere Authentisierung der Nutzerinnen und Nutzer gegenüber den digitalen Verwaltungsleistungen stellen Bund und Länder außerdem Nutzerkonten bereit. Um sicherzustellen, dass sich Bürgerinnen und Bürger mit einem einzigen Nutzerkonto gegenüber allen digitalen Verwaltungsleistungen identifizieren können, werden die Nutzerkonten miteinander verknüpft.

Die am 11. Dezember 2018 in Kraft getretene EU-Verordnung (EU 2018/1724) zur Einrichtung eines einheitlichen digitalen europäischen Zugangstors – eines sogenannten „Single Digital Gateway“ -(SDG) – beinhaltet darüber hinaus weitere Verpflichtungen zur digitalen Bereitstellung von Informationen, Verfahren sowie Hilfs- und Problemlösungsdiensten.

Ziele

  • Gebündelter Zugang zu allen Verwaltungsleistungen der deutschen Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen
  • Bereitstellung eines Bundesportals mit Nut-zerkonto als Beitrag des Bundes als Digitalisierungsplattform für Bundesressorts und deren Behörden
  • Bereitstellung eines Nutzerkontos Bund für die Einbindung in das Bundesportal und in Fachportale
  • Flächendeckende Bereitstellung der Infra-struktur und der Basisdienste für alle digitalen Verwaltungsleistungen
  • Umsetzung der europäischen Vorgaben durch das SDG

Auf welches Ziel der Umsetzungsstrategie zahlt das Vorhaben ein?  

Deshalb wollen wir den Austausch mit der Verwaltung und die Beantragung von Leistungen für alle einfach und sicher machen. Dafür werden wir unsere Verwaltungsleistungen künftig digital anbieten und auch die Verwaltung selbst weiter digitalisieren und modernisieren.

Umsetzungsschritte

2 Erledigt

Erledigt

Bereitstellung erster Onlinedienste im Verwaltungsportal des Bundes.

Erledigt

Inbetriebnahme Nutzerkonto Bund; anschließend Anbindung erster Onlinedienste.

Laufend

Pilotierung der Einbindung weiterer Komponenten, zum Beispiel E-Payment, Postfach.

Laufend

Sukzessive Bereitstellung weiterer Onlinedienste im Verwaltungsportal des Bundes bzw. über die Suche im Portalverbund.

Laufend

Weiterentwicklung des Verwaltungsportals Bund in regelmäßigen Release-Zyklen.

Laufend

Weiterentwicklung der Infrastruktur des Portalverbundes und Bereitstellung der Basisdienste gemeinsam mit den Ländern.

Laufend

Umsetzung der Anforderungen der „Single Digital Gateway“-Verordnung (EU 2018/1724) im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und damit auch im Portalverbund.